Nokia 3.4

Das Nokia 3.4 zähle ich ebenfalls zum Einsteigersegment. Die UVP liegt bei 149€. Auch das Nokia 3.4 ist in den Farben „Fjord“ (blau/türkis), „Dusk“ (lila/lavendel) und „Charcoal“ (grau) erhältlich.
Das Gerät ist 16,1cm lang, 7,6cm breit, 8,7mm dick und bringt 180g auf die Waage. Damit ist es etwas kleiner und leichter als das Nokia 2.4. Das Gehäuse ist aus Polycarbonat gefertigt. Rahmen und Rückseite sind dabei getrennt und aufgesetzt. Dadurch entstehen sichtbare Spalten. Die Oberfläche der Rückseite ist mit einer deutlich spürbaren 3D-Nanotextur überzogen. Die Farbe „Fjord“ schimmert, je nach Lichteinfall, türkis, blau bis violett. Optisch macht das Nokia 3.4 auf jeden Fall was her. Mittig ist ein runder Kamerahuckel untergebracht, in dem 3 Kameralinsen und ein LED-Blitz kreisförmig angeordnet sind. Darunter befindet sich ein Fingerabdruckscanner.


Das LC-Display misst 6,39″ und löst mit 1560×720 Pixeln auf. Wie beim Nokia 2.4 ist auch bei diesem Display die Darstellung der Farben relativ stark vom Blickwinkel abhängig. Die Helligkeit und Schärfe finde ich etwas besser, jedoch immer noch bei direkter Sonneneinstrahlung schwer ablesbar. Links oben ist die Frontkamera in einem Punch Hole eingelassen.
Wenn wir weiter um das Gerät gehen finden wir eine Lautstärkewippe und Ein-/Aus-Taste auf der rechten Seite, links eine separate Taste für den Google Assistant, oben ein 3,5mm Klinke-Audio-Anschluss und auf der Unterseite einen USB-C Anschluss, sowie einen Mono-Lautsprecher. Im Kartenslot können 2 SIM-Karten und eine Micro-SD Karte betrieben werden.

Nokia 3.4 - Rückseite

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Angetrieben wird das Nokia 3.4 durch einen Snapdragon™ 460 von Qualcomm®, unterstützt von 3GB RAM und 64GB internem Speicher. Nach der Ersteinrichtung standen bei mir noch etwa 45GB zur Verfügung. Vorinstalliert ist Android 10 inkl. zahlreicher Google Services zzgl. einiger Support-Apps von Nokia. Zusätzlich sind Netflix und Amazon vorinstalliert. Nokia passt Android nicht weiter an, sodass man in den Genuss eines reinen Android-Systems kommt.
Das Nokia 3.4 ist LTE-fähig, unterstützt jedoch noch kein 5G. An Bord sind natürlich auch GPS, NFC und Bluetooth. Im Vergleich zum Nokia 2.4 ist allerdings nur Bluetooth 4.2 verbaut und auch hier muss man auf den neuen WLAN-ac Standard verzichten. Auch beim Akku wurde etwas gespart und man setzt auf 4000mAh, die mich jedoch auch immer recht zuverlässig über den Tag brachten.

Auch das Nokia 3.4 ist ein Einsteigergerät von dem man keine Highend-Performance erwarten darf. Man merkt bei der Nutzung jedoch eine kleine Steigerung im Vergleich zum Nokia 2.4. Sekundenlange Hänger in der Kamera konnte ich hier nicht feststellen. Zwar genehmigt sich auch beim Nokia 3.4 das System gern mal eine kurze Denkpause aber ist im Großen und Ganzen ausreichend dimensioniert, sodass man problemlos damit WhatsApp nutzen, Social Media und Videos konsumieren und E-Mails schreiben kann.

Die Hauptkamera mit ihrem runden Design fällt auf und prägt optisch die Rückseite des Geräts. Sie besteht aus einem 13 MegaPixel Hauptsensor, einem 2 MegaPixel Tiefensensor, einem 5 MegaPixel Ultraweitwinkel und einem LED-Blitz, die ringförmig auf der Rückseite angeordnet sind. Die Aufnahmen im Automatikmodus sind farblich kräftiger und ausgewogener als beim Nokia 2.4. Nachtaufnahmen zeigen beim Nokia 3.4 etwas mehr Details, sind aber leider nach wie vor nicht wirklich zu gebrauchen.
Die Frontkamera besitzt einen 8 MegaPixel Sensor und ist links oben im Display in einem Punchhole untergebracht. Leider hatten bei mir alle Aufnahmen mit der Frontkamera einen leichten Gelbstich.

Mit allen 3 Testgeräten und meinem privaten Smartphone habe ich identische Fotos gemacht um sie im abschließenden Kameravergleich gegeneinander antreten zu lassen.

Fazit: Das Nokia 3.4 ist optischer Hingucker. Die blickwinkelabhängigen Farbwechsel in Kombination mit der 3D-Textur auf der Rückseite sehen nicht nur gut aus sondern machen die Rückseite resistent gegen Fingerabdrücke und verleihen dem Gehäuse mehr Grip. Die Performance reicht in der Regel locker für gängige Anwendungen aus und genehmigt sich nur ab und zu eine kurze Denkpause. Der Akku hielt bei mir im Test meist knapp 1,5 Tage. Wie auch schon beim Nokia 2.4 erwähnt, bekommt man hier ein Paket mit purem Android, einem Updateversprechen und ohne Bloatware, wie es bei manchen Geräten anderer Hersteller in der gleichen Preisklasse der Fall ist.

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